Who knows? Qui sait? Wer weiß das schon? 1*

English summary below

Es fing an mit mehreren kleinen Erlebnissen am Morgen, die mir immer wieder ein „Who knows“ „Wer weiß das schon?“ durch den Kopf ziehen ließ. Aber davon im nächsten Beitrag.

Heute stelle ich Euch ein gemaltes Bild vor, das an jenem Tag fertig wurde und dem ich, da es noch keinen Namen hatte, einfach diesen verpasste: „Who knows?Qui sait? Wer weiß das schon? “

Wer weiß das schon? Acryl auf Malkarton, 50x63cm, 2021

Kommt in diesem Bild etwas vom : „Who knows“ bei Euch rüber?

Dieses Gefühl des Nicht Wissens machte sich seither immer wieder bemerkbar . Da gibt es inzwischen Fotos, digitale Arbeiten und ein weiteres gemaltes Bild , die eine neue Reihe einleiten.

Wenn ich früher bei solchen Gedanken litt, kann ich das jetzt akzeptieren.

Es ist etwas in mir gewachsen, dass nicht so sehr das Wissen, sondern eher eine Art Zuversicht ist, dass das Leben letztendlich lebbar ist, auch ohne alles zu wissen und erklären zu können.

Als junges Mädchen war ich sehr enttäuscht zu hören, dass Sokrates am Ende seines Lebens gesagt hatte :

Ich weiß, dass ich nichts weiß.“

Inzwischen versteh ich das gut und es belastet mich auch nicht mehr. Das schließt Unglück und Schmerz zwar nicht aus. Aber es schenkt eine größere Gelassenheit ohne alles beantworten zu müssen.

Summary

My latest painting got the title „Who knows“, because I couldn’t find a better name for it.

At presen „Who knows?“ is my topic. It all began with a day full of surprises and questions making me think:“Who knows? “ In the meantime I have started a new series with this title.

When a young girl I was surprised and vexed not to get the answers to all my questions and when I learnt that the philosopher Socrates said at the end of his life : „I know that I know nothing“ I couldn’t understand and was troubled.

Today I can live with my questions without getting answers. Trust has developed instead that life can be lived well without getting all the answers we have.

More later.

28 Antworten auf “Who knows? Qui sait? Wer weiß das schon? 1*”

  1. So geht es mir beim Blick in den Sternenhimmel, die unendliche, rätselhafte Weite des Universums.
    Das Blau deines Bildes drückt es für mich so aus, die Weite, das Universum und wir mitten in diesem rätselhaften Sein…
    Liebe Grüße Ariana

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    1. Ganz lieben Dank für diese wunderbare Rückmeldung und Assoziation! Ja, dieses Blau im Hintergrund ist seit Längerem für mich wichtig und symbolisiert eben auch diese „rätselhafte Weite“, in der wir uns befinden oder viellöeicht mit Hilde Domins Worten, „die Luft, die trägt.“ Liebe Grüße, Petra 🌹

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  2. Diese wachsende Gelassenheit gegenüber der Tatsache, dass die Menge des Nichtgewussten/ Nichtwissbaren um uns herum viel mächtiger ist als das Bisschen, das wir als vermeintliches Wissen verinnerlicht haben, empfinde ich ebenfalls als sehr befreiend.
    In deinem Bild empfinde ich die freundliche, entspannte Betrachtung eines fröhlich vorüber segelnden Chaoswölkchens, dessen Schönheit ich genießen kann, ohne mich davon bedroht zu fühlen. Ich lasse es ziehen und weiß, dass noch mehr davon mir begegnen werden.

    Gefällt 4 Personen

    1. Wass für eine berührende Assoziation! Ich freue mich sehr darüber!
      Das Chaoswölkchen hat schon etwas von der Verwirrtheit und dem Durcheinander des Nichtwissenden, der sich seinen Fragen stellt, und wenn du das ohne Angst genießt und gelassen daran denken kannst, dass noch Ähnliches kommen , aber auch gehen wird, dass du es dabei ohne Angst schön finden kannst, kommt doch einiges von meinem Bild passend rüber! HerzlichenDank und liebe Grüße, Petra 🌹

      Gefällt 3 Personen

  3. Mir kommt auf deinem Bild „Nichtwissen“ in Gestalt von „werden“ entgegen. Das ist anders als die ängstliche oder neugierige Frage nach dem Woher und Wohin. Es ist frei von Ängsten. Werden ist freie Gestaltung, offene Horizonte, Alles ist möglich. Ich weiß nicht, was wird, und genau das gibt mir ein Gefühl der Hoffnung und Freiheit.

    Gefällt 4 Personen

  4. Ein Bild, das mir auf den ersten, zweiten und x-ten Blick sehr gut gefällt!! Diese vielen kleinen Strukturen, die miteinander dreidimensional wirken! Ich sehe in diesem Bild eine Mischung von natürlichen und technischen Strukturen. Eine Insel der Menschheit, die man in der ersten Vergrößerung gut sieht. Für mich geht es da nicht so sehr um Fragen zu dem woher und wohin sondern um die Reise.

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  5. Eine zuversichtliche Leichtigkeit weht mir von diesem Bild entgegen. Dieses „who knows?“ ist also gewiss keine bange Beklommenheit angesichts einer als Bedrohung empfundenen Ungewissheit. Vielmehr zeigt es sich als Urvertrauen in die Lebens-Kraft, die waltet und gestaltet und der wir uns anvertrauen dürfen. In diesem Zusammenhang fällt mir das Wort „gleichgültig“ ein. Leider drückt dieses Wort im üblichen Sprachgebrauch ein schulterzuckendes Desinteresse aus. Dabei ist etwas Gültiges ja recht eigentlich wertvoll. Und „gleich gültig“ würde ja bedeuten: ob so oder anders – es wird gleichermaßen wertvoll sein. Und so verstehe ich die optimistische Stimmung des Bildes. Statt wissen zu wollen, was man gar nicht wissen kann, ruht man in der Gewissheit, dass das, was der Prozess des Lebens hervorbringt, so oder so gleich gültig ist.

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    1. Das sind ja wieder spannend neue und bereichernde Gedankengänge für mich!
      Interessant finde ich da den Bedeutungswandel, der bei so viel gleich Gültigem möglicherweise gleichgültig werden lässt? 😉 „Ist ja doch egal „kommt ja auch von ist ja eh „alles gleich“ . Da Balance zu halten, ist auch nicht so leicht. Lieben Dank fürs spannende Gedankenfutter! 🌹

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      1. Ja, das hat irgendwo schon seine Tücken. Wenn uns alles gleich wertig erscheint – nehmen wir dann diesen Wert überhaupt noch als Wert wahr? Durchaus können wir immer wieder erleben, dass dies möglich ist. Wir können – nur als beliebiges Beispiel – eine Sternschnuppe als etwas Besonderes wahrnehmen, obwohl sie nicht besonderer ist als andere ihrer Art, aber eben doch etwas Besonderes. Doch auch bei dieser Art der Wahrnehmung kann ein Punkt der Sättigung erreicht werden – und plötzlich ist uns die Sternschnuppe schnuppe. 😉

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  6. ein feines bild – das deine gedanken begleitet – die ich genau so unterschreiben kann. wie war das noch – man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen, wo es steht ;) allerdings steht auch manches in den sternen. lach! das gefühl, nicht alles wissen und verstehen zu müssen (zu können!) kann auch durchaus gelassen machen. herzliche grüße zu dir, diana

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  7. In Dein Bild kann ich stundenlang hineinschauen, ganz genau deshalb, weil es who knows ist! Alles ist offen und jeder Betrachter hat die Möglichkeit, es in seiner Phantasie zum Werden, Weiterentwickeln oder bis zur Vollendung zu bringen. Wobei ich eine Vollendung gar nicht wünsche, denn dann würde es in seiner Interpretationskraft nachlassen.
    Ganz wunderbares Bild!!

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    1. Dass du das Bild „Who knows“ so lange anschaust und ich davon erfahre, finde ich herrlich! 😊 Deine gedankliche Verbindung von Vollendung und nachlassender „Interpretationskraft“ ist spannned für mich und erinnert mich an den Spruch, dass Kunst der Fehler im System ist. Aber irgendwie hat’s auch mit dem nicht alles wissen und können müssen zu tun. Schon gar nicht als Ziel. Lieben Dank! Petra

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