Die Farbe Weiß/The colour white *

Bevor Ihr weiterlest: Mögt Ihr Weiß? —- Es hat mich in meinem Leben erst spät als Farbe angesprochen. Allerdings hatte vieles Weiße für mich immer etwas Besonderes, Schönheit, Klarheit und Zauber in sich so wie Schnee, Nebel, Morgendunst, ein Einhorn, und der Schwan, weiße Tauben, das Brautkleid, Engel und die Friedensflagge *******Before going on: Do you like white? —-It has appealed to me as colour quite late in my life. Nevertheless white objects have always appealed to me as something special, beautiful, clear and charming as snow, mist, morning haze, a unicorn, a swan, white doves, a bride’s dress, angels and the flag of peace.

(English to be continued below)

In meiner Malerei liebe ich Weiß schon lange als Kontrast, aber nicht als Hauptdarsteller in einem Bild.
Der Krieg gegen die Ukraine hat das geändert.
Plötzlich zog es mich zum Weiß hin, wie eine Ermahnung und der Trost, dass all dieser Schrecken nicht die ganze Realität ist. Ich hatte plötzlich das Bedürfnis, in Weiß zu malen und mich mit dieser Farbe zu beschäftigen.
Und dann malte ich es. Und es tröstete mich und tat mir einfach gut.
Dabei kam es mir vor, als ob Weiß überall ist.
Darüber, daneben, drinnen, draußen, begleitend, stützend, beschützend, geheimnisvoll:

Und wie üblich entstand auch digitale Kunst dabei:

(Mit einem Klick auf die Fotos seht Ihr sie auf Schwarz größer und klarer in ihren Details und Strukturen / Just click on the photos see them better and bigger on black with their structures and details):

In my paintings I have loved white as a contrast but mostly I haven’t given it a main role.

The war against Ukraine has changed this. Suddenly I’ve been attracted by white giving me comfort and reminding me that reality is more than this incredible terror. Suddenly this colour had me in its grip and I wanted to paint with it.

And then I painted it and it was just good for me.

I got the impression that white is everywhere: above, below, inside, outside, here and there, accompanying me , supporting and protecting, full of mystery.

And as usual digital art came into being, too.

27 Antworten auf “Die Farbe Weiß/The colour white *”

  1. wunderbare bilder! weiß hat bis jetzt für mich auch eher eine untergeordnete rolle gespielt, verbinde es schnell mit schnee in gedanken. aber dass weiß (die friedenstaube!) auch helles und tröstendes bedeuten kann, das sehe ich in deinen bildern. ganz herzliche grüße von diana

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    1. Liebe Diana, heute kommst du hier in deinem Kommentar mit dem Absender Array daher. Seltsam!? ich hab auch schon andere mit diesem Namen bekommen. Meine Antwort darauf ist dann verschwunden. Ich versuch’s noch einmal mit einem herzlichen Dankeschön :Es freut mich sehr, wie mein Bild auf dich einwirkt! Liebe Grüße, Petra

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  2. Außerordentlich stark ergreifen mich deine Bilder, in denen du Weiß mit einer reduzierten Farbigkeit kombiniert, Petra. Ich verstehe gut, wie groß das Bedürfnis nach Licht, nach Helligkeit, also Hoffnung bei dir ist, zumal es mir ähnlich geht: auch bei mir liegen die Tuben und Töpfe mit dem Weiß wieder vorne. Allerdings das Schwarz auch, denn ganz kann ich die düstere Realität nicht wegdrücken.

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    1. Das Beitragsbild mit dem gelbliche Frühlingsgrün kommt meinen Collagen sehr nahe, an denen ich gerade werkele (wenn ich nicht gerade mit schwarzen Fingernägeln im natürlichen Grün zugange bin). Erstaunlich konkret kommt die Natur aus der Abstraktion hervor.

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        1. Seit einer Weile bin ich damit zugegebenermaßen sparsam, aber ich versuche gerade, den Weg zurück zur Fotografie zu finden und hoffe, mir diesen durch die Dokumentation des Arbeitsprozesses an den Collagen zu erleichtern. Davon werde ich wohl bald etwas zeigen, da mir die Fotos auch jenseits des Dokumentarischen ästhetische Qualität haben.

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    2. Hab Dank für dieses schöne, einfühlsame, anregende Feedback! Von der Wirkung des Weiß würde ich allerdings nicht von“wegdrücken“, was natürlich durch Übermalen ginge, sondern von durchdringen,und transformieren oder eben wie oben im Text beistehen,schützen, präsent sein, erhellen etc sprechen. Liebe Grüße ,Petra

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  3. Für mein Empfinden hat das Weiße eine lichtvolle Qualität in einem umfassenden Sinn. Ich würde sagen, dass es über die optische Erscheinung hinaus sozusagen eine „Seelenqualität“ repräsentiert. Vielleicht sogar unseren Wesenskern. Musikalisch gesprochen vielleicht das Thema, während alle anderen Farbnuancen die Variationen sind. Ein sehr schön ausgeglichenes Zusammenspiel sehe ich im Titelbild. Besonders faszinierend finde ich das Bild „Weiße Serie 1,6“ – hier kommt die lichtvolle Qualität so stark zum Ausdruck, obwohl es wahrscheinlich an keiner Stelle des Bildes reines Weiß gibt.

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    1. Ja, das Weiß scheint mir so eigenwillig-geheimnisvoll, dass es schwer in Worte zu fassen ist. Zu deinen Gedanken zum Weiß als Thema würde ja passen, dass das Weiß die Primärfarben in sich birgt. Ja, der Akzent bei der Beschäftigung mit dieser Farbe drängt immer mehr in Richtung Licht. Hab lieben Dank für deinen gedankenanregenden Kommentar! Herzlich, Petra

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  4. In Kurstädten ist viel Weiß.
    Zusammen mit den Parks, den Blumen, den Gängen soll das Weiß der Gebäude und Räume wohl Zuversicht und Geborgenheit vermitteln. Das Weiß dort hat auch einen merkwürdig morbiden Charme, vielleicht auch, weil man Endstationen damit verbindet.

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    1. Oh, ich erinnere mich dran! Hab wohlaus Zeitmangel nicht geantwortet.
      Weiß schafft eben viele Assoziationen. Zu weißen Möbeln musste ich erst einen Bezug bekommen .
      Aber sie können etwas Elegantes haben, ja. Und sie stehen für Weite. Gerdaekleine Räume werden durch Weiß größer.
      Danke, Gerhard! Herzlich, Petra

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        1. Nein, ich finde Kurstädte oft leblos und steif und kann diese Assoziation verstehen, weil vor allem alte Menschen dort verweilen.
          Weiß wird ja in anderen Kulturen eh mit dem Tod verbunden. Das wirkt auf mich positiver als unser Schwarz.

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          1. Diese Zeit scheint in Bad kissingen vorbei. Alte und gebrechliche Menschen sieht man kaum mehr. Auch sonst scheint das quirlige leben dort vorbei.
            Umso anregender kommt mir diese Kurstadt jetzt vor. Sie ist ja auch zu einer Kulturerbe geworden.
            Ich sehe deutliche Vergleiche zu Meran.

            Ja, Weiß zu Schwarz.
            Eigentlich sollten die Christen ja sich eher mit Weiß anfreunden, reden sie doch immer vom Himmelreich, das uns alle erlöst.

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    1. Yes, here in this series I try to find out if or how white works as the main colour of an image. Its mystery and power have increased for me in the meantime. It’s like the mother of all colours, disappearing last in darkness 😉 Cheers, Petra

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