Versunkenes Weiß/Sunken white*

(2. Beitrag aus meiner Weißen Reihe /Second post from my White Series)

Inzwischen habe ich mich doch an frühere Bilder erinnert, die der Farbe Weiß eine besondere Bedeutung verleihen. Darunter sind zwei meiner versunkenen Kathedralen*******In the meantime I’ve remembered older paintings where the colour white plays an important role, too. Today you can see two of my sunken cathedrals:

Diese hier entstand 2014, 60x80cm, auf Leinwand. Damals malte ich noch in Mischtechnik mit Kreiden und Acryl.

Zu dieser Zeit ist daraus auch das digitale Beitragsbild oben entstanden./

I painted this one here in 2014, mixed media, 80x60cm, on canvas.

Aus einer bunt gemalten versunkenen Kathedrale, die noch im mittendrin Berlin hängt, entwickelte sich 2012 diese digitale Variante. / Adigital variation developed from a colourful sunken cathedral in 2012. It’s still hanging at mittendrin, Berlin.

Und schon bin ich wieder in Gedanken an die Ukraine, die in diesem barbarischen Krieg hoffentlich nicht versinkt. Nur fehlt ja das Weiß./ And here I’m again in thoughts about Ukraine, which might hopefully get up from the barbaric war. There’s no white inthe image, however.

Eine Friedensfahne muss her! /So here it is in a peace flag.

Das letzte Bild heute ist nicht von mir, sondern von

Myriades Impulwerkstatt.

Es passt für mich gut hierher, weil hier auch etwas Versunkenens auftaucht. / This is an image from Myriade’s impulse studio. There’s something sunken, too, coming up again.

19 Antworten auf “Versunkenes Weiß/Sunken white*”

  1. Ohne näher thematisch auf die versunkenen Kathedralen eingehen zu wollen, sehe ich durchaus den Zusammenhang mit meinem Foto der vertrockneten Wurzel. Ein Charakteristikum von Kunst ist es schließlich, verschiedene Interpretationen zuzulassen. Die Andeutungen der gotischen Strukturen gefallen mir sehr ! Ich würde gerne diesen Beitrag auf die Liste der Impulswerkstatt setzen. Passt das für dich?

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  2. ich erinnere mich bei deinen Bildern an meine Gemälde „blutiger Tempel“, „Pyramiden“ und „weißer Palast“, von denen ich auch sw-Varianten erstellte. Ich überlege, warum ich weiß für diese Motive wählte – so wie du. Weiß, Bleich, Todesfarbe. Ich habe Rot hinzugefügt, als Farbe des vergossenen Blutes (Tempel = Börse)
    https://gerdakazakou.com/2016/04/20/architektur-5-spielereien-mit-schwarz-weiss-varianten-und-farb-inversion/

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  3. Das erste Bild wirkt auf mich wie eine Rückkehr zum Wesentlichen. Also die versunkene Kathedrale als zu mächtige äußere Form, die letztlich untergehen musste, um die spirituellen Kräfte wieder ungehindert aufleben zu lassen. Obwohl das reine Weiß nicht dominiert, bringt es doch diese Aura der wiedererstandenen spirituellen Essenz ins Bild.
    Im zweiten Bild wirkt das Lichtvolle wie entrückt. Als wäre das Spirituelle durch Alltagsgeschäftigkeiten verdrängt worden – zwar immer noch da, aber nur unter geeigneten Voraussetzungen erreichbar.

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    1. Ja, mich erinnert es sogar an Auferstehung im weitesten Sinne des Wortes.
      Diese versunkene Kathedrale ist ja bei vielen Künstlern als inneres Bild zu finden. (Débussy, G.Hauptmann, Worpsweder Künstler etc)
      Mich hat’s auch erwischt! 😉
      Deine Interpretation zum 2. Bild finde ich spannend, zumal es bei den vielen Deutungen auch die gibt, dass nur einige Leute die Kathedrale wahrnehmen können. Wieder einmal fühle ich mich verstanden und danke dir dafür von Herzen! Hab’s gut heute!

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  4. Das Weiß erscheint für mich hier als Begleiterscheinung des Versinkens. Eine Art Schaum, Blasenwolken, Luftstrudel.
    Für Kathedralen wie für Schiffe bedeutet das Versinken ja Zerstörung und Konservierung zugleich. Für Städte ebenfalls. Das Auspressen des letzten Bisschen Luft.
    So bin ich bei dem wieder gelandet, was mich in diesen Tagen so verfolgt, bei Zerstörung – und das angesichts der luftigen Heiterkeit, die in deinen Bildern wohnt. Die Macht des Schwarz über das Weiß, auch wo wir es nicht sehen.

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    1. Ja, das ist wohl die dunkle Seite der Geschichte.
      Doch vielleicht kommt die luftige Heiterkeit auch, weil die Kathedrale in den Legenden, die um sie kreisen, wieder hochkommt und eh für manchen sichtbar ist? Hab Herzensdank für diese schöne, tiefsinnige Rückmeldung! Liebe Grüße, Petra

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