Korsika 2 : Auch auf einer Trauminsel/ On a dream island, too*

Für Myriades Impulswerkstatt

So schön Korsika auch ist, es hat eine blutige Geschichte hinter sich, die auch heute noch nicht zu Ende ist. Das erinnert mich an mein Bild „Auch unter blauen Himmel“ , das ich 2011 in Mischtechnik auf Papier gemalt habe:*******As beautiful as Corsica is, it has a bloody history that has not ended even today. This reminds me of my painting „Below a blue sky, too“, which I painted in mixed media on cardboard in 2011:

Wenn Ihr genau hinschaut, seht Ihr eine Mutter mit ihrem Kind, die entsetzt vor Zerstörung und auch Tod stehen. Auch unter blauem Himmel. An dieses Bild musste ich auch gleich denken, als ich das 2.Bild in Myriades Impulswerkstatt sah. Jetzt habe ich daraus die digitale Reihe „Auch auf einer Trauminsel“ “ gestaltet, die mich an Korsikas leidvolle Vergangenheit erinnert . Mehr darüber im nächssten Beitrag. *******If you look closely, you will see a mother and her child who are terrified of destruction and death. Even under a blue sky.I immediately had to think of this picture when I saw Myriade’s 2nd picture in her impulse studio.. Now I’ve used it to create the digital series „Also on a dream island“ that reminds me of Corsica’s painful past. More about that in the next post

21 Antworten auf “Korsika 2 : Auch auf einer Trauminsel/ On a dream island, too*”

  1. Ja, diese Mutter-Kind Gruppe ist eindeutig mit der in meinem Bild verwandt ! Als weiteres Familienmitglied fallen mir Skulpturen aus Dublin zum Thema Geschichte und Hungersnot ein. Das blau-braun auf deinem Bild passt auch hervorragend zu dem Gedanken, „auch unter blauem Himmel“ . Ich als Regenfan finde ohnehin, dass der blaue Himmel überschätzt wird :)
    Ich schätze deine Beiträge mit den fein ziselierten Verbindungen zu meinen Bildern immer sehr. So auch diesen für den ich mich herzlich bedanke. Liebe Grüße und ich freue mich auf weitere Corsica-Postings.

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Myriade, hab herzlichen Dank für deine so feeingestimmte Rückmeldung! Dein Projekt bringt ja auch so manche Inspiration und Erinnerung in mir hoch. Immer wieder auch lieben Dank für die ganze Organisation, die du auf dich nimmst! Herzlich, Petra

      Gefällt 1 Person

  2. Nach deinem letzten Korsika-Beitrag hatte ich ein wenig nach korsischer Musik gestöbert und auch dort schienen mir die Spuren einer schwierigen Geschichte unverkennbar. Dein neues Bild hier lässt naturgemäß verschiedene Deutungen zu. Für mich im Vordergrund steht hier eine Ahnenreihe. Mutter und Kind, die im Heute etwas erleben, was auch in früheren Generationen (stellvertretend dargestellt durch das eingeblendete Gesicht) immer wieder vorgekommen ist.
    Mit einem nachdenklichen Abendgruß 🐻

    Gefällt 1 Person

  3. Es ist gut, dass du das so formulierst, lieber Random. Seltsam, ich hab gar nicht so sehr an die Übeltäter gedacht, sondern eher an das Leid, das Gewalt und Krieg über alle bringen und ja, du hast Recht, das über Generationen weg. Und an das, was heutzutage in der Ukraine passiert. Für mich gibt es da vor allem Opfer auf allen Seiten, ob männlich, weiblich oder ein Kind. Mir kommen vor allem machthungrige Leithammel und kriegtreiberische gesellschaftliche Normen in den Sinn.
    In meinem Bild seh ich vor allem den Soldaten, der erst langsam erahnt, was Krieg, den er mal verherrlicht hat, bedeutet und was er aus den Menschen, Familien und Bezehungen macht. Und ohne Verteidigung geht’s ja auch nicht! Ein langes, koplexes Thema.. Lieben Dank, dass
    du bereichernd darauf eingegangen bist. Aber es gibt ja immer auch die andere Seite: Kennst du schon diesen Link? Herzlich, Petra🐻

    Gefällt 1 Person

    1. Herzlichen Dank für diesen feinen musikalischen Link, der mir noch nicht untergekommen ist.
      Ja, das Thema hat viele Facetten. Neben den drei deutlich erkennbaren Gesichtern lassen sich ja auch noch schemenhafte Gestalten erkennen bzw. erahnen. Vielleicht Menschen, die vor so vielen Generationen gelebt haben, dass kein heute lebender Mensch sie gekannt hat. So sehe ich das Bild in gewisser Weise als Mahnmal, dass man, wenn ein Konflikt eskaliert, Geister ruft, die man über viele Generationen hinweg nicht mehr los wird.

      Gefällt 1 Person

      1. Vielen Dank!
        Ich bin ja auch von Mutter und Kind ausgegangen und habe sozusagen mit einem weiteren Opfer den Kreis geschlossen. Aber Opfer oder nicht, die hässliche Fratze des Krieges mit seinen Folgen, wie du sie schilderst, kann töten, aber auch viele traumatisierte Leben zur Folge haben. Mahnmal ist gut. Ist doch die Basis für den Soldaten wieder ein Fels. Hab’s gut heute! Liebe Grüße, Petra

        Gefällt 1 Person

  4. Ja, beindruckend dein urspr. Bild und das des Entsetzens des Soldaten.

    In meiner Heimat gibt es eine Kriegsgräberstätte, auf der einige16-Jährig liegen, die ihr Vaterland ganz zuletzt verteidigen mussten.
    Immer wieder pilgere ich dorthin.
    So manche Greuel aus den letzten Kriegsmonaten wurden mir nach und nach bekannt, man will davon nicht zu deutlich wissen.

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, wie viele Männer und so junge zum Kriegsdienst verheizt und gezwungen wurden! Wie heute wieder und sogar, um ihr Leben für eine Lüge zu lassen.
      Und ja, wir müssen unsere Leben weiterleben. Zumindestens so sind ein paar Menschen mehr glücklich und können mit ihren Mitteln helfen.
      Herzlichen Dank für den schönen Kommentar!

      Gefällt 1 Person

  5. Natürlich siehst du nicht nur die Schönheiten der korsischen Landschaft, sondern auch den Hintergrund von Gewalt, liebe Petra. Das war nicht anders zu erwarten.
    Dieses Bild eignet sich dafür gut, aber geht mit seinen Anklängen weit darüber hinaus. In mir klingt es mit dem gerade ausgelesenen Roman Im Frühling sterben von Ralf Rothmann zusammen, der die Erfahrungen zweier Siebzehnjähriger in den letzten Wochen des 2.Weltkriegs beschreibt. Traumatisierend bis weit in die Zukunft hinein, und auch in deinem Bild wird mit dem Kind ja die Zukunft in den Blick genommen.

    Gefällt mir

    1. In Korsika kann man dies auch stark spüren.
      Und der jetzige Moment mit dem Ukrainekrieg macht dafür eh hellhörig.
      Auch ich lese zur Zeit etwas für mich Spannnendes über Kriegsfolgen : Wolfszeit , Deutschland und die Deutschen 1945-1955
      Dein Buch werde ich auch mal näher anschaun. Allein der Titel spricht ja Bände.
      Du beschenkst mich und viele andere Blogger stets mit sehr einfühlsamen, klugen und diufferenzierten Kommentaren. ich danke dir dafür!
      Herzlich, Petra

      Gefällt 1 Person

  6. Ja, sehr eindrucksvoll, Deine Mutter mit Kind, und auch interessant, was Du auch sonst in dieser Reihe über Korsika berichtest und zeigst. Ich wusste bisher nur, dass „der Korse“, also Napoleon, von dort stammt. Nicht einmal, dass die Korsen eine eigene Sprache haben, war bewusst.
    Liebe Grüße
    Ines

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

%d Bloggern gefällt das: